Rene am Gardasee

Ja, Ihr habt alle richtig gesehen, DIE Rene ist zurück!! Nach einigen Jahren Dornröschenschlaf hat das Boot diese Saison eine neue Crew und einen neuen Anstrich bekommen. Obwohl die Libera-Klasse am Chiemsee leider nicht mehr so stark vertreten ist, wie noch vor einigen Jahren, ist der Libera Yacht Club trotzdem sehr glücklich die fast 30 Jahre alte Libera classic wieder im Einsatz zu sehen. Nach einigen erfolgreichen und vor allem spaßigen Trainingsrunden und Chiemseemeisterschaften wurde ein noch größeres Projekt ins Auge gefasst: Der Gardasee. Dieser italienische See ist einer der wohl schönsten und besten Segelreviere in Südeuropa und richtet zwei berühmte Regatten aus: Die Gorla und die Centomilia.
Aber der Transport eines 40 Fuß großen Bootes über den Brenner und die engen Serpentinen vor Malcesine bedurften doch größeren Organisationsaufwand. Ganze zwei Tage dauerte der Abbau, Transport und das Wiederaufbauen in Italien. Gekrant wurde das Boot im Aqua Fresca, einer kleinen Werft hinter Malcesine. Aber alleine dort hinzukommen war nicht einfach. Mit einer Kolonne von vier Fahrzeugen, darunter eine Minibus, der nur Segel transportierte, hatte es die neue Stammcrew nach 6h Fahrt dennoch geschafft. Dabei ist besonderen Dank an zwei Mitglieder der neuen Stammbesetzung zu richten. Bernhard Nowosad zog das 3,5 Tonnen Kollos souverän über die Alpen, währende er zu von unserem neuen Steuermann Martin Schedo begleitet wurde. Weitere Mitglieder der neuen Stammcrew sind Thorsten Brandt und Markus Brommelhaus, die am Vorschiff für gute Laune sorgten. Für die souveräne Koordination des Vorschiffes und der Manöver war Lars König verantwortlich. Die Frauenquote wurde erfüllt von Karin Hamacher, verantwortlich für das wichtigste auf Langstreckenregatten: Das Essen. Als wichtigste Frau an Bord hatten wir Hanna Frankenberger, die Taktik und Großschot gefahren ist und zu jeder Zeit wenn unser Steuermann eine Pause brauchte, das Steuer übernahm. Mit an Board war auch Denise Sinnemann, die jederzeit für ein stressfreies Zusammenarbeiten zwischen allen sorgte.
Für die Regatten und das Training hatten wir wechselnde Crewmitglieder, wie Tristan Michels, ein Ass im Böen ansagen, Sebastian und Lukas von Strachwitz, die auch nach einem Segelriss an ihrem ersten Tag noch einen kühlen Kopf bewahrten. Darüber hinaus noch Calvin, Hanno und Phillip Kirchhoff zusammen mit Wilhelm und Joshua, die alle begnadete Segler sind und gute Laune an Bord garantieren. Zu guter letzt noch Phillip Starke und Erik Techen, beide erfahrene Regatta Segler und Gold wert, wenn es um Segeltrimm oder Taktik geht.
Wie man vielleicht jetzt bemerkt, waren wir ein großes und sehr buntes Team. Trainiert wurde immer mindestens einmal am Tag, wobei die restliche Zeit auf Reparaturen und Verbesserungsarbeiten verwendet werden musste. Bei so einem großen Regattaboot geht leider häufiger mal etwas kaputt weshalb zum Beispiel eine neue Großschot sowie meterweise neue Gummis benötigt wurden.
Am 2. September zu der ersten der beiden Regatten, der Gorla. Nach sehr starkem Wind an den Vortagen (7-8 Bft) hatten wir sehr Glück mit dem Wetter und erreichten nach 5:13 Stunden und einer zwischenzeitlichen Maximalgeschwindigkeit von 18 Knoten als 5. Einrümpfer das Ziel. Auch die Centomilia eine Woche später am 9. September konnten wir, trotz schlechtem Wetter und wenig Wind am Vormittag, der sich zu sehr böigem und drehenden Wind, nach Sonnenuntergang entwickelte, erfolgreich beenden.
Nach anstrengenden 13:30 Stunden, mehreren Kopf an Kopf Rennen, in denen wir uns zwischenzeitlich auf Platz 9 der Gesamtwertung vorarbeiten konnten, erreichten wir als 11. Einrumpfer um halb 11 Nachts das Ziel. Danach folgten aber leider noch zwei Stunden Segeln im Regen und der Kälte bis wird endlich unsere Boje erreichten. Im Großen und Ganzen sind aber alle mit der Plazierung und der Leistung der Crew sehr zufrieden.
Das neue Team der Rene ist stolz, glücklich und dankbar für diese Gelegenheit, diesen immer noch erfolgreichen und berühmten Oldtimer für die Saison gefahren zu haben. Wir bedanken uns sehr bei Achim Salcher, der uns sein geliebtes Boot einfach zur Verfügung gestellt hat und uns zusammen mit seiner Frau Edith immer tatkräftig unterstützte.
Ein weiterer Dank geht an alle Mitglieder des Libera Yachtclubs und unsere Freunde und Familien, die uns zur Seite standen und bei jeder Regatta mitgefiebert haben!
Für uns ist die Segelsaison jetzt vorbei, das Boot ist in der Halle und ein paar wichtigen Reparaturen können kommen, damit wir auch nächstes Jahr wieder am Start seien können.
Liebe Grüße
Euer Rene-Team

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